








Vom 02. – 08.08.2025 verbrachten 8 Jugendliche aus dem Landkreis Schweinfurt eine Woche in Berlin mit 8 Jugendlichen unserer Partnerorganisation Familles Rurales du Calvados aus Frankreich.
Die deutsch-französische Jugendbegegnung stand unter dem Motto „Handeln für Demokratie und Frieden in einem Europa der Vielfalt“ und wurde durch das Deutsch-Französisches Jugendwerk gefördert. Ziel der Begegnung war es, jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich Räume für interkulturellen Austausch, gemeinsame Erlebnisse und die Auseinandersetzung mit europäischen Werten zu eröffnen.
Bereits zu Beginn wurde großer Wert auf das gegenseitige Kennenlernen gelegt. Durch gemeinsame Aktivitäten, sprachliche Impulse und die Organisation des Alltags in der Unterkunft entstand schnell eine offene Atmosphäre, in der sich die Teilnehmenden beider Länder annähern konnten. Auch die gemeinsame Selbstversorgung, die Aufteilung von Aufgaben im Alltag und das eigenständige Mitgestalten des Wochenablaufs stärkten das Gemeinschaftsgefühl und die Eigenverantwortung innerhalb der Gruppe.
Im Mittelpunkt des Programms standen inhaltliche Auseinandersetzungen mit deutscher Geschichte, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung. Bei einer Stadtführung durch Berlin wurden zentrale historische Orte besucht, die wichtige Impulse zur Erinnerungskultur und zur politischen Bildung gaben. Geschichtsträchtige Orte wie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas oder der Checkpoint Charlie boten Anlass, über die Auswirkungen von Diktatur, Teilung und demokratischer Entwicklung in Europa ins Gespräch zu kommen.
Ergänzend dazu vertieften Ausstellungsbesuche die Auseinandersetzung mit dem Alltag in der ehemaligen DDR und der deutschen Teilung. Für viele Teilnehmende ergaben sich dabei neue Perspektiven auf historische Lebensrealitäten und politische Systeme. Auch die East Side Gallery als Symbol für Freiheit, friedlichen Wandel und internationale Verständigung war ein wichtiger Ort, um über gemeinsame europäische Werte wie Demokratie, Freiheit und Zusammenhalt zu sprechen.
Neben den historischen und politischen Programmpunkten bot die Begegnung zahlreiche Gelegenheiten für informelles Lernen und interkulturellen Austausch. Gemeinsame Stadterkundungen in gemischtsprachigen Kleingruppen, Freizeitaktivitäten im Park und kulturelle Angebote ermöglichten es den Jugendlichen, neue Kontakte zu knüpfen und Sprachbarrieren zunehmend selbstständig zu überwinden. Dabei zeigte sich, wie schnell sich deutsch-französische Tandems bildeten und neue Freundschaften entstanden.
Auch kulturelle Vielfalt spielte während der Woche eine zentrale Rolle: Gemeinsames Kochen internationaler Gerichte, Musik, Tanz und der Austausch über unterschiedliche kulturelle Hintergründe machten Europa als vielfältigen gemeinsamen Lebensraum unmittelbar erfahrbar. Die Jugendlichen brachten eigene Ideen ein und gestalteten viele Programmpunkte aktiv mit.
Zum Abschluss reflektierte die Gruppe gemeinsam die Begegnung. In der Auswertung wurde deutlich, dass die Woche von allen Beteiligten als intensiv, bereichernd und verbindend erlebt wurde. Besonders hervorgehoben wurden die Offenheit innerhalb der Gruppe, die neu entstandenen Freundschaften sowie die Möglichkeit, Geschichte, Demokratie und europäische Zusammenarbeit nicht nur theoretisch, sondern im direkten Miteinander zu erleben.